Stationär betreutes Wohnen

Die stationäre Betreuung –

bedeutet bei uns das Gemeinschaftsleben in Gruppen zwischen drei und zehn Mitgliedern. Die Gruppen sind eingebunden in Hausgemeinschaft zusammen mit Mitarbeitern und deren Familien und anderen Gemeinschaftsmitgliedern und Nachbarschaften. Der Bedarf an Verschiedenartigkeit der Wohn- und Betreuungsformen wächst. Ein Paar und eine Einzelperson leben in kleinen Appartements; diese Bewohner sind in der Betreuung angrenzenden Gruppen angegliedert.

Die Gruppen werden durch ein personales Angebot in Form von qualifizierten Mitarbeitern, Auszubildenden in sozialen Berufen, freiwilligen und ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt.
Tages-, Wochen-, und Jahreslauf werden in der Gestaltung im Charakter betont und erlebbar gemacht. Die Heilkraft einer rhythmischen Lebensführung – auch in einer der Jahreszeit angepassten Auswahl der Lebensmittel – ist wichtiger Bestandteil der Sozialtherapie der Wohn- und Lebensgemeinschaft Witten.
Gemeinsame Mahlzeiten – Frühstück, Mittagessen und Abendbrot – sind wichtiger Bestandteil des Gemeinschaftslebens.

Die betreuten Bewohner stehen mitverantwortlich im Haushalt. Im Maß der Möglichkeiten werden Aufgaben in der Wäschepflege, Essenzubereitung und Wohnraumpflege – selbstständig, begleitet oder in der Einübung – übernommen.
Angebote zur Freizeitgestaltung gibt es in Form der Kurse zur Erwachsenenbildung, Urlaubsmaßnahmen, Besuch von Kulturveranstaltungen und anderem.

Alt werden in Würde

– Tagbetreuung –Tagbetreuung 1

Die Tagbetreuung bedeutet eine notwendige Ergänzung zu Arbeit und Leben in den Gruppen der Häuser der Gemeinschaft. In der Tagbetreuung werden Bewohner aus verschiedenen Häusern, die aus dem Arbeitsprozess der Werkstätten Gottessegen  – sei es aus Alters- oder Gesundheitsgründen –  ausgeschieden sind, betreut. Die soziale Anbindung an die jeweilige Hausgemeinschaft, die ja in der Regel seit vielen Jahren besteht und die damit verbundene Vertrautheit für die älteren Menschen soll als Lebensmittelpunkt  erhalten bleiben.

– Weidenhaus – Wohnen im Alter

Das „Wohnen im Alter“ auf dem Christopherus-Hof soll in eine eigene Wohnform geführt werden, die den Interessen und Bedürfnissen unserer berenteten Bewohner in besonderer Weise gerecht wird.
In der Wohngruppe „Weidenhaus“ finden die Bewohner ein neues Zuhause, die bereits lange Jahre Mitglieder der Gemeinschaft sind und in einer der Wohngruppen alt geworden sind. Eine Voraussetzung zum Einzug in diesen neuen Wohnbereich ist es, dass der Bewohner im Ruhestand  ist, denn die Gestaltung des Tages und der Woche soll nicht mehr den äußeren Anforderungen, die sich aus der Teilnahme am Arbeitsleben ergeben, angepasst werden, sondern möglichst individuell den Bedürfnissen jedes einzelnen Bewohners abgeschaut werden. Diese Wohngruppe soll eine lebendige Hausgemeinschaft sein, in der ein familienähnliches Leben gestaltet wird. Daher ist es gut, wenn auch diese Gruppe der älteren Bewohner heterogen zusammengesetzt ist und Menschen mit hohem Hilfe- und Pflegebedarf, sowie Bewohner mit ausgeprägter Alltagskompetenz hier zusammen wohnen. Der Grund für den Auszug aus dem bisherigen Lebenszusammenhang liegt in der Überforderung jedes Einzelnen. Bei physisch oder auch psychisch bedingt nachlassenden Kräften ist der eigene Beitrag zum Gemeinschaftsleben in der bisherigen Gruppe nicht mehr gewährleistet. Das Wirken der älteren Bewohnerin und des älteren Bewohners, ihre Prägung unserer Gemeinschaft  wirkt aus der Vergangenheit, in Gegenwart und Zukunft der Wohn- und Lebensgemeinschaft hinein. Der Mensch in der letzten Phase seines Lebens erfährt seine Würdigung, in dem wir ihn unterstützen und begleiten, seine Biografie zu vollenden und über die Todesschwelle zu gehen.