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Über uns
Zur geschichtlichen EntwicklungDas Kinderwohnheim trägt den Namen von Johanna Ruß. Johanna Ruß war Gründungsmitglied des Christopherus-Haus e.V., Musikerin und Heilpädagogin.In dem freundlichen Sandsteinhaus leben heute 18 seelenpflegebedürftige Kinder und Jugendliche mit fünf Betreuerfamilien und deren sieben Kindern zusammen. Noch vor 60 Jahren war dieses Haus ein Kindererholungsheim der Stadt Bochum. Statt 18 wurden damals 60 Kinder von einer Nonne und Hilfspersonal betreut. Alte Herbeder Bürger können sich noch erinnern, wie die Kinder zu zweit an einer großen Leine rechts und links festhaltend spazieren gingen. Und noch heute kommt manchmal jemand ins Kinderheim und erzählt, wie er/sie als Kind eine schöne Zeit in diesem Hause verlebten. Das Haus ist 1820 erbaut worden und war zunächst ein großer Bauernhof. Um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts kam eine Schnapsbrennerei auf das Gelände hinzu und erst in der Nachkriegszeit wurde das Haus Erholungsheim der Stadt Bochum. Die Begründer des heutigen Christopherus-Haus e.V. waren froh, als ihnen die Stadt Bochum das Anwesen zur Verfügung stellte. So liegen hier die Anfänge der zweiten Christopherus-Schule Dortmund sowie der Kindertagesstätte; das Kinderheim wurde offiziell 1976 eröffnet. ![]() Im Jahre 1989 kam es zu einem Brand im Haus; daraufhin wurde es aufwändig instandgesetzt und umgebaut, so dass heute in drei Wohngruppen jeweils sechs Kinder und Jugendliche leben können. Zusätzlich stehen fünf Mitarbeiterwohnungen zur Verfügung. Es entstand eine neue Atmosphäre das Haus wurde heller und wärmer und bietet doch mit seinen dicken Mauern viel Schutz und Hülle für die Kinder. (Zum Seitenanfang) Das Leben heute ![]() Heute leben im Johanna-Ruß-Haus drei altersgemischten Gruppen von Kindern mit körperlicher und geistiger Behinderung zusammen mit ihren Gruppeneltern und der Leitung in einer familienähnlichen Lebensform. Zusätzlich bereichern die externen Mitarbeiter das Leben im Haus. Tierpflege und Gartengestaltung gehören zum pädagogischen Betreuungskonzept. Die Namen der drei Gruppen Amethyst, Bergkristall und Turmalin wurden nach langer Überlegung ausgewählt, weil, dass Kinder selbst wie kleine Edelsteine sind, die auch heilend auf ihre Umgebung wirken. In der Amethystgruppe arbeiten Herr Birk und seine Lebenspartnerin Frau Wessels als Gruppeneltern. Mit ihnen betreuen Frau Hoffmann, Frau El Laban und Frau Froese die vier Jungen und zwei Mädchen. Der Jüngste ist mit 13 Jahren und seinem sonnigen Wesen ein guter Ausgleich zwischen den pubertierenden Jugendlichen. In dieser Gruppe genießen alle Kinder das Doppelzimmerleben und haben in ihren Zimmernachbarn einen Freund gefunden. In der Bergkristallgruppe sind das Ehepaar Dorfmeister Ersatzeltern für den größten Teil der Jugendlichen. Zusammen mit Frau Lachner und Frau Agbessi werden die sieben Jugendlichen betreut, wovon vier Halb- oder Vollwaisen sind. Drei inzwischen volljährige Jugendliche arbeiten bereits in der Werkstatt Gottessegen. Der im Sommer durchgeführte Bäderumbau kommt dem hier lebenden schwerst mehrfach behinderten 16-jährigen Jungen sehr zu Gute. Die Gruppeneltern der sieben Jugendlichen in der Turmalingruppe sind das Ehepaar Arntz. In dieser Gruppe gilt es, die Spanne zwischen hoher Mobilität und jugendlicher Lebendigkeit mit gemütvoller Ruhe und Bedächtigkeit zu verbinden und in Harmonie zu bringen. Frau Schulte, Frau Menken, Frau Agbessi, Frau Cless und Frau Bailey begleiten den quirligen Alltag der fünf Mädchen und zwei Jungs. (Zum Seitenanfang) |