Historie

1964 kamen drei Heilpädagoginnen (Frau Johanna Ruß, Frau Eve-Lis Damm und Frau Ursula Wedepohl) sowie das Ärztehepaar Frau Dr. Ingrid Küstermann und Herr Dr. Adolf Küstermann aus dem von Ita Wegmann gegründeten heilpädagogischen Institut La Motta im Tessin nach Deutschland, um eine heilpädagogische Einrichtung aufzubauen. Sie wählten bewusst das Ruhrgebiet, denn es erschien ihnen dort am notwendigsten und es kam ihnen, wie das Schicksal so spielt, ein großes Interesse an der Verwirklichung einer Einrichtung für Seelenpflegebedürftige entgegen.

Alles begann in Dortmund in der Friedensstraße mit drei Kindern in einer kleinen Tagesbildungsstätte. Geld war nicht vorhanden, eine Anerkennung durch den Landschaftsverband Westfalen Lippe auch nicht. Finanziert wurde alles zunächst aus den privaten Einnahmen der Gründungsmitglieder aus anderen Tätigkeiten wie Leierstunden, Heileurythmiestunden, Praxisvertretungen oder dem Schularztdeputat an einer anderen Waldorfschule.
Die Gründerpersönlichkeiten einte der gemeinsame starke Wille, den seelenpflegebedürftigen Kindern eine Entwicklungschance zu verschaffen; ihr Ziel war die Förderung dieser Kinder auf der Grundlage der anthroposophischen Heilpädagogik und des Waldorflehrplans. Das half Ihnen, die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden.

Im Laufe der letzten 50 Jahre wuchs aus einem kleinen Samenkorn der große weitverzweigte Baum Christopherus-Haus. Die Entwicklung und Erweiterung des Hauses war nie eine am Schreibtisch ausgedachte, sondern richtete sich immer nach den Anforderungen und Notwendigkeiten, die das Leben mit sich brachte.Es hat sich eine Verantwortungsgemeinschaft von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von Eltern,Betreuern, Freunden und Förderern gebildet; die einzelnen Zweige, von der Kindertagesstätte über Schule, Arbeits- und Wohnmöglichkeiten jeder Art bauen aufeinander auf.